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Mi. 23. Dez. 15:00 Uhr aus US PGA Tour

Skifahren, neue Schläger und eine Hexenjagd

Alex Cejka im Interview

Die Golfsaison 2009 hat Alex Cejka erfolgreich beendet und mit etwas Abstand hier ein Rückblick und eine Vorausschau auf 2010:

Alex, das Jahr 2009 hatte etwas holprig begonnen, da Sie noch an ihrer Nackenverletzung laborierten, aber dann ging es stetig auswärts. War 2009 ein gutes Jahr?

Alex Cejka:
Ja, ich kann zufrieden sein. Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich dieses Jahr weder um die Tourkarte kämpfen noch in die Qualifying-School musste. Mit meiner Saison war ich sehr zufrieden, denn ich habe gut gespielt. Zu Beginn war es, auf Grund meiner Verletzung, noch schwierig, aber im Laufe des Jahres habe ich dann meine Form gefunden.

Wenn Sie ihr Spiel schon ansprechen, dann schauen wir einmal auf die Statistik. Vom Abschlag bis zum Grün sah alles gut aus, doch auf den Grüns haben Sie viele Schläge liegen lassen. Werden Sie in der Winterpause mehr am Putten arbeiten?

Alex Cejka:
Mein kurzes Spiel muss definitiv besser werden und ich muss noch härter daran arbeiten. Ich überlege gerade, einen professionellen Trainer, wie Dave Stockton oder Stan Utley, für das kurze Spiel zu engagieren. Ich weiß, dass ich mich gerade im Putten immens verbessern muss, um meine Ziele, die ich mir für 2010 gesetzt habe, zu verwirklichen.

Weihnachten steht vor der Tür, es wird seit langem wieder ein ruhiges Fest für Sie werden, ohne Verletzung und ohne ausgepumpt zu sein, die Tourkarte durch die Qualifikation erreicht zu haben, oder?

Alex Cejka:
Klar, kann ich die Feiertage in diesem Jahr viel entspannter genießen. Ich freu mich natürlich, dass mir die Tour-School erspart geblieben ist, denn am Ende des Jahres will man ein solches Turnier nicht spielen müssen. Die nervliche Anspannung dabei wünsche ich keinem, denn die Tour-School ist die Hölle. Meine ganze Familie ist nach Las Vegas gekommen und wird mit mir Weihnachten und Silvester feiern. Außerdem werden wir in den nächsten Tagen in der Nähe von Las Vegas Skifahren gehen und richtig Spaß haben.

Wann geht es mit dem Training wieder los, wann bestreiten Sie ihr erstes Turnier?

Alex Cejka:
Mein erstes Turnier in 2010 wird die Bob Hope Dessert Classic vom 20. – 24.01. sein. Ich werde in diesem Jahr nicht auf Hawaii spielen, da ich mich intensiver auf die Tour vorbereiten möchte. Außerdem habe ich neue Schläger bekommen mit neuen Grooves und da muss ich mich auch erst einmal dran gewöhnen. Nach der Bob Hope Dessert Classic werde ich noch weitere sechs Turniere bis zur Honda Classic spielen.

An einem Thema kommt man in diesen Tagen nicht vorbei: Tiger Woods. Hat Tiger diese „Hexenjagd“ verdient oder sollte man Ihrer Meinung nach seine Privatsphäre mehr schützen?

Alex Cejka:
Wenn man über Jahre in den Medien so hoch gepuscht wird, die höchstdotierten Sponsorverträge hat und als „Übermensch“ angesehen wird, ist der Medienrummel, wenn etwas Derartiges passiert, natürlich immens hoch. In Amerika ist Tiger Woods ein Held, ein „Gott“, gewesen und er stand für den Erfolg von schwarzen Mitbürgern. Er war ein „Saubermann“, ein Sportler mit Intelligenz und Erfolg, einer schwedischen Frau, zwei reizenden Kindern – er hatte das perfekte Leben in den Augen der Amerikaner. Ob er diese, wie Sie sagen, „Hexenjagd“ verdient hat weiß ich nicht, aber eines steht fest, er zahlt jetzt einen hohen Preis für seine Popularität. Das ist halt so in diesem Geschäft.

Zum Schluss noch ein Wort an Ihre Fans, die Sie auch in diesem Jahr wieder kräftig unterstützt haben.

Alex Cejka:
Ich bin sehr froh, dass ich so viele Fans habe und auch meinen Fanclub in Amerika, das „Team Cejka“. Sie besuchen und unterstützen mich bei Turnieren und sind mittlerweile enge Kumpels geworden. Ein Dank auch an alle deutschen Fans, die mein Spiel im Internet und TV verfolgen. Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Ich werde auch 2010 alles geben, um Erfolg zu haben und werde alles dafür tun, um mir meinen Traum, einen Turniersieg auf der U.S. PGA Tour, zu erfüllen.

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